Privatjet-Glossar 2026: 40 Fachbegriffe verständlich erklärt
Privatjet-Fachbegriffe von A bis Z: FBO, ACMI, Deadleg, Repositioning, SAF und mehr. Komplettes deutsches Glossar mit 40 Termen für Erstbucher.
Die 40 wichtigsten Privatjet-Fachbegriffe im Überblick
Wer zum ersten Mal einen Privatjet bucht, stößt schnell auf branchenspezifische Begriffe und Abkürzungen. Anders als bei einer normalen Linienbuchung kommen Sie hier mit operativen Details in Berührung: dem Flugzeugtyp, der Crew-Anzahl, der Tankkapazität und dem Standort des Flugzeugs vor und nach Ihrem Flug. Wir haben die zentralen Begriffe in einer durchsuchbaren Tabelle zusammengefasst.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| ACMI | Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance. Leasing-Modell, bei dem der Operator alle vier Komponenten stellt. Mehr im ACMI-Leasing-Guide. |
| APU | Auxiliary Power Unit. Hilfsturbine im Heck, die Strom liefert wenn die Triebwerke aus sind. |
| Block-Time | Komplette Zeit von Anlassen bis Abschalten der Triebwerke. Abrechnungseinheit bei Jet Cards. |
| Cabotage | Innerhalb eines Landes Passagiere transportieren, was nicht jeder ausländische Operator darf. |
| Catering | Verpflegung an Bord. Standard ist Snacks und Getränke, auf Wunsch auch Michelin-Niveau. |
| Charter | Einzelmieten eines Privatjets für eine konkrete Strecke. |
| Crew-Übernachtung | Pauschalkosten von 1.200 bis 1.800 € pro Übernachtung, wenn die Crew am Zielort übernachten muss. |
| Deadleg / Empty Leg | Leerflug, bei dem das Flugzeug ohne Passagiere zum nächsten Einsatzort verlegt wird. Bietet Spar-Potential bis 75 %. Details im Empty-Legs-Guide. |
| EASA | European Union Aviation Safety Agency. Europäische Luftfahrtbehörde, regelt Sicherheits-Standards. |
| EU-OPS | EU-Regelwerk für gewerblichen Luftverkehr, mittlerweile durch EASA Air OPS abgelöst. |
| FBO | Fixed Base Operator. Privat-Terminal mit Lounge, Handling und Service. Vollständiger Guide: FBO erklärt. |
| Ferry Flight | Leerflug zur Positionierung eines Flugzeugs für den nächsten Charter-Einsatz. |
| Fractional Ownership | Anteilskauf an einem Privatjet, typischerweise 1/16 oder 1/8. Mehr im Fractional Ownership Guide. |
| GAT | General Aviation Terminal. Privatflieger-Terminal an einem öffentlichen Flughafen. |
| Handling | Bodenabfertigung: Anfahrt zur Parkposition, Treppe, Gepäck, Catering-Annahme, Tanken. |
| Heavy Jet | Großraum-Privatjet mit Reichweite über 6.500 km. Beispiele: Gulfstream G650, Falcon 8X. |
| IFR | Instrument Flight Rules. Instrumentenflug, Standard im gewerblichen Luftverkehr. |
| Jet Card | Stundenkarte zu einem festen Preis. Vergleich im Jet Card Vergleich. |
| LBA | Luftfahrt-Bundesamt. Deutsche Luftfahrtbehörde, Pendant zur amerikanischen FAA. |
| Light Jet | Kleiner Privatjet für 4 bis 7 Passagiere. Beispiele: Citation CJ3+, Phenom 300E. |
| Manifest | Passagier-Liste, wird vor Abflug an den Operator übermittelt. |
| Midsize Jet | Mittelklasse-Privatjet für 6 bis 9 Passagiere. Beispiele: Citation XLS+, Learjet 75. |
| Operator | Das Charter-Unternehmen, das den Privatjet tatsächlich betreibt (Eigentum oder Management). |
| Pax | Passenger, kurz für Passagier(e). Beispiel: 6 Pax = 6 Passagiere. |
| POB | Persons on Board. Anzahl Personen inklusive Crew. |
| Positioning | Leerflug zur Positionierung. Wird in den Preis einkalkuliert. |
| Pre-Flight | Vorflug-Check der Crew, dauert rund 30 Minuten vor Abflug. |
| Range | Reichweite des Flugzeugs in Kilometern oder nautischen Meilen mit voller Passagier-Last. |
| Repositioning | Synonym für Positioning, Leerflug zum nächsten Einsatzort. |
| SAF | Sustainable Aviation Fuel. Bio-Treibstoff mit niedrigerer CO2-Bilanz. Mehr im SAF-Guide. |
| Slot | Zugewiesenes Zeitfenster für Start oder Landung an stark frequentierten Flughäfen. |
| Stage Length | Streckenlänge eines einzelnen Fluges (One-Way). |
| Standby Crew | Crew, die kurzfristig verfügbar ist, oft mit Aufpreis bei Last-Minute-Buchung. |
| Super Midsize | Größere Midsize Jets mit ca. 6.000 km Reichweite. Beispiele: Challenger 350, Praetor 600. |
| Tail Number | Registrierungskennzeichen eines Flugzeugs (D-ABCD für Deutschland, HB-XYZ für Schweiz). |
| Turn-Around | Aufenthaltszeit am Boden zwischen Landung und nächstem Start. |
| Ultra-Long-Range | Ultra-Langstrecken-Jet mit Reichweite über 11.000 km. Beispiel: Gulfstream G700. |
| VFR | Visual Flight Rules. Sichtflug, im Privatjet-Charter selten. |
| VLJ | Very Light Jet. Kleinste Klasse mit 3 bis 4 Sitzplätzen. Beispiel: Cessna Mustang. |
| Wet Lease | Synonym für ACMI-Leasing: Flugzeug inkl. Crew, Wartung und Versicherung wird vermietet. |
Welche Begriffe brauchen Sie bei einer Charter-Anfrage?
Wenn Sie einen Privatjet anfragen, sind vor allem fünf Begriffe relevant. Pax (Anzahl Passagiere) bestimmt die Flugzeugklasse. Stage Length (Streckenlänge) und Range (Reichweite des Flugzeugs) entscheiden, ob direkte Flüge oder Zwischenstopps notwendig sind. Positioning-Kosten erscheinen oft als separate Position auf dem Angebot. Und der FBO am Zielflughafen bestimmt Ihren Komfort am Boden.
Welche Begriffe stehen typischerweise im Chartervertrag?
Im Privatjet-Chartervertrag stoßen Sie auf Begriffe wie ACMI, Crew-Übernachtung, Manifest, Slot und Stornierungsklausel. Eine detaillierte Analyse aller relevanten Vertragsklauseln finden Sie in unserem Artikel Privatjet-Chartervertrag: 8 wichtige Klauseln prüfen. Wer einen Privatjet-Broker nutzt, bekommt diese Begriffe übersetzt und übersichtlich aufbereitet.
Bereit für Ihre erste Privatjet-Buchung?
Mit dem Privatjet-Vokabular im Kopf können Sie informiert in die Charteranfrage gehen. Villiers Jets bietet ein einfaches Anfrage-Formular, das die meisten dieser Begriffe für Sie übersetzt: Sie geben Strecke und Passagier-Anzahl an, Villiers übernimmt den Rest.
Konkrete Empfehlung: 5 Begriffe die Sie sich merken sollten
- Empty Leg / Deadleg: Spar-Potential bis 75 %, wenn Sie flexibel sind.
- Repositioning / Positioning: Versteckter Preisfaktor, immer im Angebot prüfen.
- Pax und POB: Pax sind Passagiere, POB inklusive Crew.
- FBO: Bestimmt Komfort am Boden, lohnt sich in Genf, Zürich, Frankfurt.
- Block-Time: Bei Jet Cards die Abrechnungs-Einheit, nicht reine Flugzeit.